Entstehung des Namens: Gimbsheim

 

Woher kommt der Name Gimbsheim ?

Mit der um 500 n. Chr. beginnenden Frankenzeit tritt Gimbsheim aus der dunklen Vorzeit, deren Erforschung auf Bodenfunde angewiesen ist, in das hellere Licht der Geschichte mit ihren schriftlichen Quellen. Es ist die Zeit, in der fast sämtliche Dörfer der Umgebung gegründet wurden. Es war siedlungsgeschichtlich die letzte und größere Veränderung, die unsere Heimat erlitt, als die Alemannen den Franken nach harten Kämpfen unterlagen.

Schon in der Römerzeit, die im Wormser Raum auch die Zeit der germanischen Vangionen ist, war unsere Heimat christlich. Aber die Alemannen, die die Römer vertrieben hatten, zerstörten auch die christlichen Kirchen und Kapellen auf dem linken Rheinufer. Das war im 4. Jahrhundert. Als aber am Ende des 5. Jahrhunderts die Herrschaft der Alemannen endete, zog mit den Franken auch das Christentum endgültig in unsere Heimat ein.

So mag die Gründung von Gimbsheim um das Jahr 500 erfolgt sein. Als im Jahr 496 der Frankenkönig Chlodewig die Alemannen in der Schlacht bei Zülpich besiegt hatte, wich die alemannische Bevölkerung unserer Heimat dem Sieger nach Süden. Nun wurde das Land von den Franken in Besitz genommen. Sippenweise besiedelte man die von den Alemannen verlassenen Wohnstätten, oder man gründete auch Neue, die wohl folgendermaßen entstanden sind:

Dörfer bekamen meist ihre Namen von dem Führer der Sippe. So auch Gimbsheim. Unter der Führung eines Franken namens „Gimmund" siedelte sich auch hier eine Sippe an und nannte den Ort „Gimmundsheim" d.h. - Heim des Gimmund - So ist Gimbsheims Name zugleich die älteste Nachricht von seiner Entstehung.

Später traten dann Abweichungen auf, wie Gimminheim, Gimenisheim, Gimaschheim, Gimmenheim, Gimmersheim, Guimbsheim, Gemsem, Gymmesheim, Gymbsheim bis endlich unser heutiger Ortsname „Gimbsheim" entstand. Deutung des Namens:

Heim des Gimmund, der auch Gimmo oder Gimmin genannt wurde. Das Stammwort „Gim" bedeutet im Fränkischen „Feuer". Das „b" zwischen „m" und „s" ist Gleichlaut und beherrscht die Schreibweise des Mittelalters.

Der eigentliche Geburtstag unseres Dorfes ist der 13. Mai 767. Damals schenkten 2 Gimbsheimer Bürger, nämlich Wulfleib und Helphrich, dem Kloster Lorsch je 10 Tagewerk Ackerland und einen Weinberg für ihr und ihrer Nachkommen Seelenheil.

Jakob Scheller
Ortsbürgermeister